M. KRUSE, F. EBINGER
Abteilung V mit Schwerpunkt Kinderneurologie und
Sozialpädiatrisches Zentrum Epilepsiezentrum Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Ruprecht-Karls-UniversitätHeidelberg
Zusammenfassung Die alternierende Hemiplegie im Kindesalter
[(Alternating hemiplegia in
childhood (AHC)] ist eine sehr seltene paroxysmale
neurologische Erkrankung, die
durch wiederkehrende alternierend beide
Körperseiten betreffende Lähmungsanfälle,
Störungen der Okulomotorik, vegetative
Störungen, Bewegungsstörungen und
eine progressive kognitive Beeinträchtigung
charakterisiert ist. Nach dem heutigen
Stand der Forschung wird als pathophysiologische
Basis eine zerebrovaskuläre
Dysfunktion, eine mitochondriale Störung
oder – und das scheint am wahrscheinlichsten
– eine Kanalerkrankung vermutet.
Routinemäßige Laborbefunde, EEG
und kraniale Computertomographie oder
Magnetresonanztomographie zeigen keine
charakteristischen Befunde. Insgesamt
existieren keine pathognomonischen Untersuchungsbefunde
oder genetischen
Marker für die AHC, so dass die Diagnose
aufgrund des typischen klinischen Bildes
und unter sorgfältigem Ausschluss der
Differentialdiagnosen erfolgt. Die Therapie
basiert weitgehend auf einzelnen
Erfahrungsberichten. Das am häufigsten
eingesetzte Medikament ist der Kalziumkanalblocker
Flunarizin. Der Langzeitverlauf
der Erkrankung ist spärlich dokumentiert,
so dass bisher nur sehr begrenzt
Aussagen über die Prognose möglich sind.
Seit 2005 wird ein europäisches Register
über Patienten mit AHC erstellt.
Alternating
Hemiplegia inChildhood – an
UpdateAbstract Alternating hemiplegia in
childhood
(AHC) is an extremely rare
paroxysmal neurological
disease. AHC is
characterized by
recurrent alternating
hemiplegic attacks
on both sides of the body,
oculomotoric
disturbances, vegetative
disorders, movement
disorders and a
progressive cognitive
impairment. Current
research supposes
that the pathophysiologic
basis for AHC
is either a
cerebrovascular dysfunction, a
mitochondrial disturbance
or an ion channel
disorder. Typical
laboratory parameters,
EEG and cranial
Computertomography or
Magnetic resonance
imaging, reveal no
cha-racteristic findings.
As no pathognomonic
findings or genetic
markers for AHC
exist, diagnosis can only
be made through
typical clinical history
and careful exclusion
of differential diagnoses.
Therapy is
mainly based on single
case reports with
the most frequently used
drug being the
calcium channel blocker
Flunarizin. As the
long term course of the
disease has rarely
been documented, only
limited statements
about prognosis are
possible. Since 2005 a
European registry has been
instituted to
document patients with
AHC.
Key words
Alternating hemiplegia,
AHC, childhood,
migraine, epilepsy,
Flunarizin
Einleitung Die alternierende Hemiplegie im Kindesalter
(AHC „alternating hemiplegia
in childhood“) ist eine sehr seltene, paroxysmale
neurologische Erkrankung, die
durch wiederkehrende alternierend beide
Körperseiten betreffende Lähmungsanfälle,
Bewegungsstörungen, Störungen der
Okulomotorik, vegetative Störungen und
eine progressive kognitive Beeinträchtigung
charakterisiert ist. Das typische
Erscheinungsbild dieser Erkrankung wurde
erstmalig 1971 von Simon Verret und
John C. Steele (57) beschrieben. Seither
wurde in der Literatur über mehr als hundert
Patienten berichtet. Bei den meisten
dieser Berichte handelt es sich um Einzelfallbeschreibungen.
In Deutschland sind
schätzungsweise 20 bis 30 Patienten betroffen.
Aufgrund ihres Erscheinungsbildes
wurde die alternierende Hemiplegie im
Kindesalter in der Vergangenheit entweder
als Migräneäquivalent, als Form der Epilepsie
oder als paroxysmale Bewegungsstörung
eingeordnet (2, 25). Aktuell wird
die AHC als zerebrovaskuläre Dysfunktion,
mitochondriale Störung oder Kanalerkrankung
diskutiert (44). Bisher liegen jedoch
Ätiologie und Pathophysiologie der
AHC noch weitgehend im Dunkeln. Auch
über Möglichkeiten der Therapie und die
Langzeitprognose existiert nur spärliches
Wissen.
Seit Mai 2005 wird in einem europäischen
Projekt unter Beteiligung neun
europäischer Länder ein Register für Patienten
mit AHC erstellt. Aus diesem Anlass
geben wir in diesem Artikel einen Überblick
über den Stand der Forschung.
Klinische Symptomatik Da bisher keine pathognomonischen
Untersuchungsergebnisse existieren, erfolgt
die Diagnose der AHC klinisch aufgrund
der typischen Symptome und unter
sorgfältigem Ausschluss der Differentialdiagnosen.
Die klinische Symptomatik der AHC
zeigt in der Regel ein typisches Bild:
1. Auftreten vor dem Alter von 18 Monaten,
2. wiederkehrende hemiplegische Attacken,
welche mal die eine, mal die
andere Körperseite betreffen,
3. andere paroxysmale Phänomene wie
tonische/dystone Attacken, Nystagmus,
Strabismus, Dyspnoe und andere
vegetative Phänomene, welche
während der hemiplegischen Anfälle
oder isoliert auftreten,
4. Episoden bilateraler Hemiplegie oder
Quadriplegie, welche entweder als
Generalisation eines hemiplegischen
Anfalls beginnen oder bereits von
Anfang an bilateral sind,
5. sofortiges Verschwinden aller Symptome
im Schlaf, mit möglichem Wiederauftreten
10 bis 20 Minuten nach
dem Aufwachen bei lang dauernden
Anfällen und
6. Entwicklungsretardierung, mentale
Retardierung und neurologische
Auffälligkeiten wie Choreoathetose,
Dystonie oder Ataxie (2).
Häufig sind die plegischen Attacken
auch von Kopfschmerzen begleitet (23, 38,
47). Zudem kann sich bei älteren Kindern
mit AHC unabhängig von den Anfällen
das charakteristische Bild einer Migräne
entwickeln (23, 25). Auch das Hinzutreten
epileptischer Anfälle ist häufig (38, 47).
Verlauf Die Erkrankung nimmt einen charakteristischen
Verlauf, der nach Mikati et
al. (38) in
drei Phasen eingeteilt werden
kann:
Phase 1 beginnt
in der Regel in den ersten
Lebensmonaten und dauert etwa ein
Jahr an. Die typischen ersten Krankheitszeichen
sind eine leichte Entwicklungsverzögerung
und intermittierende Störungen
der Augenbewegung wie unilateraler
Nystagmus und/oder Blickdeviation. Diese
okulomotorischen Symptome können mit
dystonen oder hemiplegischen Episoden
assoziiert sein oder isoliert auftreten. Dystone
Attacken sind in dieser Phase häufig,
hemiplegische Attacken treten meist erst
später in den Vordergrund. Oft wird das
Krankheitsbild in dieser Phase als Epilepsie
fehldiagnostiziert und fehltherapiert.
In Phase 2 werden hemiplegische Attacken
häufiger oder diese treten erstmalig
auf. Es kann auch zu Episoden von Quadriplegie
kommen oder zu Attacken, bei denen
die Hemiplegie von einer zur anderen
Körperseite wechselt. Die Attacken können
über Tage oder sogar Wochen anhalten.
Zeitgleich oder unabhängig von den
plegischen Attacken zeigen sich häufig
weiterhin tonische und dystone Episoden.
Auch Apnoeattacken werden berichtet.
Manchmal kommen jetzt auch epileptische
Anfälle hinzu. Während dieser Phase
verlieren die Patienten oft bereits erworbene
Fertigkeiten. Häufig treten bleibende
neurologische Defizite auf, z. B. in Form
von spastischer Hemi- oder Quadriparese,
hypotoner Hemi- oder Paraparese oder
Choreoathetose. Phase 2 dauert in der Regel
ein bis fünf Jahre.
Phase 3 ist
typischerweise durch eine
persistierende Entwicklungsverzögerung,
bleibende neurologische Defizite und
dystone und hemiplegische Episoden gekennzeichnet.
Diese Episoden sind jedoch
in der Regel nicht mehr so häufig wie in
Phase 2.
Differenzialdiagnose Die Diagnose gestaltet sich insbesondere
im Anfangsstadium schwierig. Die
okulären und tonisch-dystonen Attacken
werden häufig zunächst als Manifestationeneiner Epilepsie missinterpretiert
und die Hemiplegien als Todd’sche Lähmung
fehlgedeutet, was in vielen Fällen
eine erfolglose Therapie mit zahlreichen
Antiepileptika nach sich zieht. Von epileptischen
Anfällen unterscheiden sich
die hemiplegischen Attacken bei der AHC
durch das Fehlen einer Beeinträchtigung
des Bewusstseins der Patienten und das
Fehlen epileptischer Zeichen im EEG. Wie
bereits erwähnt, kann es jedoch im Rahmen
einer AHC auch zusätzlich zu epileptischen
Anfällen kommen.
Eine wichtige Differenzialdiagnose der
AHC stellt die
hemiplegische Migräne dar.
Diese beginnt jedoch selten vor dem 2. Lebensjahr
und zeigt deutlich andere klinische
Zeichen als die AHC. Die Entwicklung persistierender
neurologischer Defizite ist bei
der hemiplegischen Migräne äußerst selten
und resultiert dann aus dem Auftreten von
migränösen Schlaganfällen. Diese sind im
Kindesalter selten und darüber hinaus von
klaren strukturellen Auffälligkeiten begleitet,
welche in der Bildgebung dargestellt
werden können. Auch der typische Verlauf
der AHC mit progressiven psychomotorischen
Defiziten findet sich bei der hemiplegischen
Migräne nicht. Allerdings treten,
wie oben erwähnt, während einer plegischen
Attacke oft Kopfschmerzen auf (23,
38, 47), und ältere Kinder entwickeln nicht
selten unabhängig von den AHC-Attacken
eine Migräne (23, 25).
Weitere Differenzialdiagnosen sind
vaskuläre Erkrankungen, Koagulopathien,
Stoffwechsel erkrankungen, wie z. B.
das MELAS-Syndrom („mitochondriale
Enzephalopathie mit Laktatazidose und
schlaganfallähnlichen Episoden“), paroxysmale
Dyskinesien und demyelinisierende
Erkrankungen (11).
Ein seltenes Syndrom, welches starke
Ähnlichkeiten mit der AHC aufweist, ist
die benigne familiäre nokturnale
alternierendeHemiplegie im Kindesalter (BNAHC).
Bei der BNAHC treten die hemiplegischen
Anfälle ausschließlich aus dem Schlaf
heraus auf, während sie bei der AHC im
Schlaf immer verschwinden. Im Gegensatz
zur AHC nimmt die BNAHC einen benignen
Verlauf, bleibende neurologische oder
mentale Defizite wurden bisher nicht beobachtet
(4, 14).
Pathophysiologische Theorien Die Pathophysiologie der AHC ist trotz
umfangreicher Untersuchungen weitgehend
ungeklärt. Das klinische Bild der
AHC in Form von reversiblen halbseitigen
Lähmungen legt den Verdacht auf vorübergehende
zerebrale Ischämien z. B. auf
vasokonstriktorischer Basis nahe. Der AHC
könnte somit eine zerebrovaskuläre Dysfunktion
zugrunde liegen. Außerdem erinnern
bestimmte Symptome der AHC, wie
das episodische Auftreten von Lähmungen,
die Auslösbarkeit der Anfälle durch
Stress sowie das Vorhandensein von Dystonie
und Choreoathetose, an die Erscheinungsbilder
bekannter mitochondrialer
Erkrankungen wie z. B. das MELAS-Syndrom.
Dies spräche für das Vorhandensein
einer mitochondrialen Zytopathie bei Patienten
mit AHC. Die starke Ähnlichkeit,
welche die AHC wiederum mit anderen
episodischen Erkrankungen wie z. B. der
Migräne aufweist, legt die Hypothese
nahe, es könne sich um eine Kanalerkrankung,
also eine Dysfunktion von Ionenkanälen
der Zellmembran handeln. Einige
Untersuchungen deuten auf ein gehäuftes
Auftreten von Migräne bei nahen Angehörigen
von AHC-Patienten hin (12, 38)
und unterstützen somit die Theorie einer
Verwandtschaft beider Erkrankungen. Andere
Studien konnten hingegen keine ungewöhnlich
hohe Inzidenz von Migräne in
Familien mit AHC feststellen (1, 2, 11, 47).
Labor Extensive Laboruntersuchungen zahlreicher
Patienten haben bisher keine bei
der AHC regelmäßig auftretenden Abweichungen
vom Normalbefund ergeben
und keine klaren Anhaltspunkte für eine
zugrunde liegende Ätiologie geliefert.
EEG und Elektrophysiologie Elektroenzephalographisch zeigen sich
während eines Anfalls keine spezifischen
Veränderungen. Meist ist das EEG (Elektroenzephalogramm)
unauffällig; zum Teil
kann eine einseitige Verlangsamung beobachtet
werden, welche im Schlaf abnimmt
(11, 16). Hiervon ist zu trennen, dass bei
AHC-Patienten, welche epileptische Anfälle
entwickeln, epilepsietypische Potentiale
gesehen werden. Sonstige elektro physiologi
sche Untersuchungen wie die Ableitung
evozierter Potentiale oder die Untersuchung
des Blinkreflexes ergaben uneinheitliche
und teilweise widersprüchliche
Ergebnisse (9, 20, 25-27, 41, 42, 45, 48).
NeuropathologischeUntersuchungen Die neuropathologische Untersuchung
eines verstorbenen AHC-Patienten von
Verret et al. (57) ergab als auffälligsten Be
fund einen ausgedehnten Neuronenverlust
mit Astrogliose in der Pyramidenschicht
beider Hippocampi und eine signifikante
Astrogliose der Thalami. Diese Veränderungen
sind mit wiederkehrenden hypoxischischämischen
Episoden kompatibel. (8).
Bei der Autopsie des Gehirns eines AHCPatienten
von Golden und French (22),
der im Alter von 44 Monaten an Rhabdomyolyse
und Pneumonie verstorben war,
fanden sich hingegen keine strukturellen
Läsionen oder Gefäßanomalien. Silver und
Andermann (53) berichten über 3 weitere
Patienten mit unauffälliger Autopsie.
Kraniale CT und MRT Die Ergebnisse von bildgebenden Verfahren
wie kranielle Computertomographie
und Magnetresonanztomographie
zeigen bei der AHC in der Regel keine
Auffälligkeiten. Es finden sich lediglich
gelegentlich milde Atrophiezeichen (11,
38, 47).
TranskranielleDopplersonographie Die Untersuchung zerebraler Arterien
mittels transkranieller Dopplersonographie
an 5 Patienten ergab eine signifikante
Steigerung der Flussgeschwindigkeiten
in der zur hemiplegischen Seite kontralateralen
Arteria cerebri media, welche für
das Vorliegen iktaler Gefäßspasmen bei
der AHC spricht (37).
SPECT In der funktionellen Bildgebung mittels
Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie
(SPECT) zeigten sich
widersprüchliche Ergebnisse: Iktal wurde
bei einigen Patienten eine Hyperperfusion
der zur hemiplegischen Körperseite
kontralateralen zerebralen Hemisphäre
beobachtet (3, 30, 38), während sich bei
anderen eine kontralaterale Hypoperfusion
fand (38, 41, 59, 60). Einige Patienten
wiesen iktal mehrere hypoperfundierte
Areale beider Hemisphären auf (51, 58). In
einem Fall wurde bei der SPECT-Untersuchung
2 Tage nach einem hemiplegischen
Anfall eine kontralaterale Hypoperfusion
gefunden, nach 2-monatiger erfolgreicher
Flunarizintherapie zeigten sich keine
Auffälligkeiten mehr (27). Eine mögliche
Erklärung für die widersprüchlichen Ergebnisse
dieser Studien könnten die verschiedenen
Untersuchungszeitpunkte in
unterschiedlichen Anfallsstadien sein (44).
Interiktal war die mit Hilfe von SPECT ermittelte
zerebrale Durchblutung entweder
normal (3, 30, 58-60) oder es bestand eine
generelle Hypoperfusion (41, 42, 51).
PET Im Gegensatz zur SPECT ermöglich die
Positronenemissionstomographie (PET)
eine bessere Auflösung und die Darstellung
lokaler und regionaler biochemischer
Veränderungen. So konnte in PET-Studien
bei AHC-Patienten eine verminderte
Glukosemetabolisation in einzelnen oder
multiplen Arealen gezeigt werden (17),
was interessanterweise häufiger bei älteren
als bei jüngeren Kindern beobachtet
wurde. Bei einer Patientin mit zerebellärer
Atrophie zeigte sich ein normaler zerebraler,
jedoch ein erniedrigter zerebellärer
Glucosemetabolismus (39). Eine weitere
PET-Studie mit drei Patienten konnte iktal
und postiktal eine lokal erhöhte Serotoninsynthesekapazität
aufzeigen (43).
Muskel- und Hautbiopsie Bei AHC-Patienten durchgeführte
Muskelbiopsien waren meist unauffällig
(11, 36, 40). Bei einzelnen Patienten wurde
eine erhöhte intramuskuläre Lipidkonzentration,
eine Erhöhung oder auch Verminderung
der mitochondrialen Enzymaktivität
sowie das Auftreten von subsarkolemmalen
Mitochondrienklustern festgestellt
(38). Kürzlich wurden sowohl in den Hautals
auch in den Muskelbiopsien von AHCPatienten
elektronenmikroskopisch Veränderungen
in glatten Gefäßmuskelzellen
gefunden, die nach Meinung der Autoren
auf eine primäre oder sekundäre vaskuläre
Pathophysiologie der AHC hindeuten,
wobei die glatten Gefäßmuskelzellen das
initiale Ziel des Krankheitsprozesses darstellen
könnten (6).
Laktatkonzentration im Plasma Die Laktatkonzentration im Plasma
zeigt bei der AHC in den allermeisten Fällen
keine Auffälligkeiten (11, 34, 38). Nevsimalova
et al. 1994 (41) fanden jedoch
bei fünf von sechs AHC-Patienten erhöhte
Laktatkonzentationen und eine erhöhte
Laktat/Pyruvat-Ratio. Chi et al. (15) beobachteten
bei einem AHC-Patienten eine
pathologisch erhöhte Laktatkonzentration
während eines Glukosebelastungstests.
Magnetresonanzspektroskopiedes Muskels Die Magnet resonanz spektro skopie ergab
bei einigen Patienten mit AHC wiederholt
eine Erhöhung der Intensität von
anorganischem Phosphat (5, 19, 41), eine
erhöhte freie zytosolische Adenosindiphosphat-
Konzentration, eine Verminderung
des Phosphokreatinins und eine
Verminderung des zytosolischen Phosphorylierungspotentials
(5, 19). Diese Veränderungen
im Sinne eines verminderten
Energiestatus der Phosphat-enthaltenden
Metaboliten des Inter mediär stoff wechsels
werten die Autoren als Hinweis auf eine
mitochondriale Dysfunktion. In der Untersuchung
von De Stefano et al. (19)
waren das Ausmaß der vermuteten mitochondrialen
Dysfunktion und der klinische
Status der Patienten voneinander abhängig.
Während Nevsimalova et al. 1994
(41) aufgrund der Beobachtung, dass bei
ihren Patienten im Alter von 10 bis 30
Jahren hauptsächlich die älteren auffällige
Untersuchungsergebnisse aufwiesen,
eher eine sekundäre mitochondriale Störung
vermuten, nehmen De Stefano et
al. (19) bei ihren Patienten eine primäre
mitochondriale Störung an, weil sich die
von ihnen gefundenen Auffälligkeiten
in asymptomatischen Muskeln zeigten.
Kemp et al. (31) hingegen fanden bei den
fünf von ihnen untersuchten Patienten im
Vergleich mit gesunden Kontrollpersonen
keine Auffälligkeiten des mitochondrialen
Stoffwechsels am ruhenden Muskel. Bei
Muskelanstrengung war die Rate des Abfalls
der Phospho kreatinin konzentration
bei den Patienten dreimal höher als bei
den Kontrollen, was auf verminderte Energiereserven schließen lässt.
Genetik Die AHC tritt selten und in der Regel
sporadisch auf, was die Identifikation einer
ursächlichen genetischen Mutation
sehr erschwert. Ergiebiger könnten die
sehr wenigen beschriebenen Familien sein,
bei denen mehrere Mitglieder an familiärer
AHC erkrankt sind (7, 29, 35, 40). Sie
wurden in den USA (40), Israel (35) und
Griechenland (7, 29) beobachtet. Klinisch
scheint die familiäre AHC einen milderen
Verlauf zu nehmen als die sporadische
Form. In allen Fällen wird von den Autoren
ein autosomal dominanter Erbgang
vermutet.
In der DNA-Analyse weisen alle betroffenen
Mitglieder der als erstes beschriebenen
Familie aus den USA eine
balancierte reziproke Translokation
46,XY,t(3;9)(p26;q34) auf (40). Bei der
griechischen Familie wurde aufgrund der
partiellen Überlappung der Symptome
von AHC und familiärer hemiplegischer
Migräne gezielt das ATP1A2-Gen untersucht,
da Mutationen dieses Gens mit der
familiären hemiplegischen Migräne Typ 2
assoziiert sind (7, 18, 29, 55). Das ATP1A2-
Gen befindet sich auf Chromosom 1q23
und codiert für die Alpha2-Untereinheit
der Na-K-ATPase, welche hauptsächlich
in Neuronen und Astrozyten in Herz und
Gehirn vorkommt. Tatsächlich fand sich
bei allen betroffenen Familienmitgliedern
eine Mutation des ATP1A2-Gens. Alle
nicht
betroffenen Mitglieder der Familie sowie
zusätzlich untersuchte genetische Proben
von Patienten mit sporadischer AHC wiesen
keine Auffälligkeiten im ATP1A2-Gen
auf. Eine Translokation wie bei der USamerikanischen
Familie oder andere Auffälligkeiten
im Haplotyp wurden bei den
untersuchten Proben nicht festgestellt (7,
55). Die DNA der israelischen Patienten
wurde bisher nicht untersucht.
Weltweit wurden insgesamt 24 Fälle
mit sporadischer AHC in drei Studien auf
Mutationen im ATP1A2-Gen untersucht.
Das Ergebnis war immer negativ (7, 33,
55). Bei vier Patienten mit sporadischer
AHC wurde zudem das CACNA1A-Gen
untersucht, in welchem sich ebenfalls bei
der hemiplegischen Migräne Mutationen
finden. Auch hier zeigten sich bei der AHC
keine Mutationen (24).
Ein genetisches Korrelat der sporadisch
auftretenden Form der alternierenden
Hemiplegie im Kindesalter konnte somit
bisher nicht gefunden werden.
Therapie Als Akutmedikation kann zu Beginn eines
Anfalls Diazepam, Chloralhydrat oder
Niaprazin gegeben werden. In einigen
Fällen gelingt es, den Anfall dadurch zu
beenden oder zumindest zu lindern, wobei
auch geringe Dosen, welche nicht zur
Schlafinduktion führen, hierfür ausreichen
können (47, 50, 52, 56).
Das zur Prophylaxe der AHC mit Abstand
am häufigsten eingesetzte Medikament
ist der Kalziumkanalblocker
Flunarizin,
welcher sonst insbesondere als
Migräneprophylaktikum verwendet wird.
Der Wirkmechanismus bei der AHC ist
noch unbekannt. Obwohl Flunarizin eine
lange Halbwertszeit hat, die einen konsequenten
Aufbau des Plasmaspiegels über
mehrere Wochen erfordert, tritt der Effekt
auf die hemiplegischen Episoden gewöhnlich
sehr schnell ein. Ebenso verliert sich
die therapeutische Wirkung bei Absetzen
des Medikaments rasch (10). Flunarizin
kann als Mittel der ersten Wahl angesehen
werden, jedoch wird eine völlige Attackenfreiheit
nur bei wenigen Patienten
erreicht (13, 38). Über den Einfluss auf
die nicht-paroxysmalen Manifestationen
der AHC besteht Unklarheit (38, 53). Bisher
gibt es nur eine randomisierte, doppelblinde
Studie an 12 Patienten, welche
eine Beeinflussung der Attacken belegt
(12), daneben gibt es mehrere Fallserien
(10, 38, 49, 53). Insgesamt kann von einer
Reduktion der Häufigkeit, Schwere und
Dauer der Attacken unter Flunarizin ausgegangen
werden.
Informationen über die Wirksamkeit
anderer Medikamente bei AHC sind rar.
Über Erfolge mit der prophylaktischen
Gabe von Amantadin
(54) oder seinem
Derivat Memantin
(32) wurde berichtet.
Zonisamid zeigte bei einem Patienten eine
eindeutige Besserung (46). Bei zwei Patienten
wurde Bromid erfolgreich eingesetzt
(Persönliche Mitteilung: Prof. Dr. U.
Stephani, Univ.-Kinderklinik Kiel). Schließlich
wurde kürzlich in einem Einzelfallbericht
(21) und in einer Fallserie von 6 Patienten
(28) eine deutliche Reduktion der
Attackenhäufigkeit unter der Therapie mit
Topiramat demonstriert. Die Überprüfung
in einer randomisierten Studie steht zwar
aus. Dennoch stellen diese Erfahrungen in
Anbetracht der wenigen Daten zur Therapie
der AHC eine wichtige Information dar
und geben Hinweise, bei welchen Medikamenten
sich eventuell ein therapeutischer
Versuch lohnt.
Prognose Über die Prognose der alternierenden
Hemiplegie im Kindesalter ist wenig bekannt.
In der Literatur verliert sich die Spur
der Patienten zumeist im Erwachsenenalter,
so dass Aussagen über den Verlauf in
höherem Alter und die Lebenserwartung
derzeit nicht möglich sind.
Die Frage, ob die Schwere, die Dauer
oder die Häufigkeit der Anfälle mit der
Prognose der AHC korreliert, lässt sich
nicht sicher beantworten. Hinweise bestehen
dafür, dass ein früher Krankheitsbeginn
und ein frühes Auftreten der hemiplegischen
Anfälle mit einer stärkeren
Ausprägung der Entwicklungsverzögerung
einhergehen. Signifikante Hinweise
dafür, dass die medikamentöse Therapie
den Langzeitverlauf der Erkrankung beeinflussen
kann, liegen bisher nicht vor
(38).
Register für AlternierendeHemiplegie im Kindesalter Seit Mai 2005 wird mit Förderung
durch die Europäische Union ein europäisches
Register für Patienten mit alternierender
Hemiplegie im Kindesalter
erstellt. Daran beteiligt sind bisher Italien,
Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande,
Großbritannien, Tschechien und die
deutschsprachigen Länder. Das Register
soll erstmals klinische Daten möglichst
vieler AHC-Patienten erfassen und dadurch
die Erforschung dieser seltenen Erkrankung
erleichtern. Informationen über
das Register sind über die Internet-Seite
www.enrah.net oder den korrespondierenden
Autor erhältlich.
Danksagung
Diese Arbeit wurde durch die Europäische
Union im Rahmen des Framework
Programme 6 [FP6] gefördert.
Literatur 1. Aicardi J (2002)Alternating hemiplegia of childhood.In: Guerrini R, Aicardi J,Andermann F, HallettM (Hrsg.). Epilepsy andmovement disorders.Cambridge, New York: Cambridge UniversityPress, 379-922. Aicardi J, Bourgeois M,Goutieres F (1995) Alternatinghemiplegia of childhood:Clinical fi ndingsand diagnostic criteria.In: Andermann F, AicardiJ, Vigevano F (Hrsg.). Alternating hemiplegia ofchildhood. New York: Raven Press,3-183. Aminian A, Strashun A,Rose A (1993) Alternatinghemiplegia of childhood:studies of regionalcerebral blood fl ow using99mTc-hexamethylpropyleneamine oxime single-photonemissioncomputed tomography. Ann Neurol 33: 43-74. Andermann E, Andermann F, Silver K, Levin S,Arnold D (1994) Benignfamilial nocturnal alternatinghemiplegia of childhood.Neurology 44:1812-45. Arnold DL, Silver K, Andermann F (1993)Evidencefor mitochondrialdysfunction in patientswith alternatinghemiplegia of childhood. AnnNeurol 33: 604-76. Auvin S, Joriot-ChekafS, Cuvellier JC, Pandit F,Cuisset JM, Ruchoux MM,Vallee L (2006) Smallvessel abnormalities inalternating hemiplegia ofchildhood.Pathophysiologic implications. Neurology66: 499-5047. Bassi MT, Bresolin N,Tonelli A, Nazos K, CrippaF, Baschirotto C, Zucca C,Bersano A, Dolcetta D,Boneschi FM, Barone V,Casari G (2004) A novelmutation in the ATP1A2gene causes alternatinghemiplegia of childhood. JMed Genet 41: 621-88. Becker LE (1995)Alternating hemiplegia ofchildhood: Aneuropathologic review. In: AndermannF, Aicardi J, Vigevano F (Hrsg.).Alternatinghemiplegia of childhood. New York: Raven Press,57-659. Bourgeois M,Nevsimalova S, Aicardi J, AndermannF (1995) Alternatinghemiplegia of childhood:Long-term outcome. In:Andermann F, AicardiJ, Vigevano F (Hrsg.). Alternating hemiplegiaof childhood. New York: Raven Press,49-5410. Bourgeois M, Aicardi J(1995) The treatment ofalternating hemiplegia ofchildhood with fl unarizine.In: Andermann F, AicardiJ, VigevanoF (Hrsg.). Alternatinghemiplegia of childhood.New York: Raven Press, 191-311. Bourgeois M, AicardiJ, Goutieres F (1993) Alternatinghemiplegia of childhood. JPediatr 122:673-912. Casaer P (1987)Flunarizine in alternating hemiplegiain childhood. Aninternational study in 12children. Neuropediatrics18: 191-513. Casaer P, Azou M(1984) Flunarizine in alternatinghemiplegia in childhood.Lancet 2: 57914. Chaves-Vischer V, PicardF, Andermann E, DallaBernardina B, Andermann F(2001) Benign nocturnalalternating hemiplegia ofchildhood: Sixpatients and long-termfollow-up. Neurology57: 1491-3 15. Chi CS, Mak SC, ShianWJ, Chen CH (1992) Oralglucose lactatestimulation test in mitochondrialdiseases. Pediatr Neurol8: 445-916. Dalla Bernardina B, Fontana E, Colamaria V,Zullini E, Darra F,Giardina L, Franco A, MontagniniA (1995) Alternatinghemiplegia of childhood:Epilepsy andelectroencephalographic investigations.In: Andermann F, AicardiJ, VigevanoF (Hrsg.). Alternatinghemiplegia of childhood.New York: Raven Press, 75-8717. Da Silva EA, ChuganiDC, Chugani HT (1996)Alternating hemiplegia ofchildhood: Clinicalfi ndings, brain glucosemetabolism, and glucosetransport studies. Abstract. Ann Neurol 40: 31418. De Fusco M, Marconi R,Silvestri L, Atorino L,Rampoldi L, Morgante L,Ballabio A, Aridon P,Casari G (2003)Haploinsuffi ciency of ATP1A2encoding the Na+/K+-pumpalpha 2 subunit associatedwith familial hemiplegicmigraine type2. Nat Genet 33: 192-619. De Stefano N, SilverK, Andermann F, ArnoldDL (1995) Mitochondrialdysfunction in patientswith alternatinghemiplegia of childhood.In: Andermann F, AicardiJ, Vigevano F(Hrsg.).Alternating hemiplegia ofchildhood. New York:Raven Press, 115-2220. Di Capua M, Bertini E(1995) Evoked potentialsand blink refl ex studiesin alternating hemiplegiaof childhood. In:Andermann F, Aicardi J, VigevanoF (Hrsg.). Alternatinghemiplegia of childhood.New York: Raven Press, 89-9321. Di Rosa G, Spano M,Pustorino G, Ferrari MD,Stam AH, Sgro DL,Mannarino E, Bonsignore M,Tortorella G (2006)Alternating hemiplegia ofchildhood successfullytreated with topiramate:18 month of follow-up.Neurology 66: 14622. Golden GS, French JH(1975) Basilar artery migrainein young children.Pediatrics 56: 722-623. Gordon N (1995)Alternating hemiplegia ofchildhood. Dev Med ChildNeurol 37: 464-824. Haan J, Kors EE,Terwindt GM, Vermeulen FLMG,Vergouwe MN, van den MaagdenbergAMJM, GillDS, Pascual J, Ophoff RA,Frants RR, Ferrari MD(2000) Alternatinghemiplegia of childhood: nomutations in the familialhemiplegic migraineCACNA1A gene. Cephalalgia20: 696-70025. Hosking GP, CavanaghNPC, Wilson J (1978) Alternatinghemiplegia: Complicatedmigraine ofinfancy. Arch Dis Child 53: 656-926. Imai T, Minami R, Ishikawa Y, Okabe M, MatsumotoH (1990) Reversiblechanges of somatosensory-evoked potentials in achild with alternatinghemiplegia. J Child Neurol5: 71-227. Imamura A, Komori Y,Fukotomi O, ShimozawaN, Suzuki Y, Kondo N, OriiT (1994) Short latencysomatosensory evokedpotentials and 99mTc-HMPAO SPECT in a case offl unarizine-effectivealternating hemiplegia ininfancy. Brain Develop16: 325-828. Jiang WJ, Chi ZF, Ma L, Du BF, Shang W, Guo HZ,Wu W (2006) Topiramate: Anew agent for patientswith alternatinghemiplegia of childhood.Neuropediatrics 37: 229-3329. Kanavakis E, XaidaraA, Papathanasiou-KlontzaD, Papadimitriou A,Velentza S, Youroukos S(2003) Alternatinghemiplegia of childhood: asyndrome inherited with anautosomal dominanttrait. Dev Med ChildNeurol 45: 833-630. Kanazawa O, Shirasaka Y, Hattori H, Okuno T,Mikawa H (1991) Ictal99mTc-HMPAO SPECT inalternating hemiplegia.Pediatr Neurol 7: 121-4.31. Kemp GJ, Taylor DJ, Barnes PRJ,Wilson J, RaddaGK (1995) Skeletal musclemitochondrial dysfunctionin alternating hemiplegiaof childhood.Ann Neurol 38: 681-432. Korinthenberg R (1996)Is infantile alternatinghemiplegia mediated byglutamate toxicity andcan it be treated withmemantine? Neuropediatrics27: 277-833. Kors EE, VanmolkotKRJ, Haan J, Kheradmand KiaS, Stroink H, Laan LAEM,Gill DS, Pascual J, vanden Maagdenberg AMJM, Frants RR, Ferrari MD(2004) Alternatinghemiplegia of childhood: Nomutations in the secondfamilial hemiplegic migrainegene ATP1A2.Neuropediatrics 35: 293-634. Krägeloh I, Aicardi J(1980) Alternating hemiplegiain infants: Report of five cases. Dev MedChild Neurol 22: 784-9135. Kramer U, Nevo Y,Margalit D, Shorer Z, HarelS (2000) Alternatinghemiplegia of childhood inhalf-sisters. J ChildNeurol 15:128-3036. Kyriakides T,Drousiotou A (1994) No structuralor biochemical evidencefor mitochondrial cytopathyin a case of alternatinghemiplegia ofchildhood. Ann Neurol 36: 805-637. Maschke U (2001) Alternierende Hemiplegie desKindesalters – Beitrag transkranieller dopplersonographischerUntersuchungen zum pathophysiologischen Verständnis der Erkrankung und Erhebungepidemiologischer und klinischer Daten. Dissertation; Erfurt38. Mikati MA, Kramer U, Zupanc ML, ShanahanRJ (2000) Alternatinghemiplegia of childhood:Clinical manifestationsand long-term outcome.Pediatr Neurol 23: 134-4139. Mikati M (1999)Alternating Hemiplegia of Childood.Pediatr Neurol 2: 76440. Mikati MA, Maguire H,Barlow CF, Ozelius L,Breakefi eld XO, KlauckSM, Korf B, O’Tuama SLA,Dangond F (1992) Asyndrome of autosomaldominant alternatinghemiplegia: Clinical presentationmimicking intractableepilepsy; chromosomalstudies; and physiologicinvestigations.Neurology 42: 2251-741. Nevsimalova S,Dittrich J, Havlova M, TauberovaA, Korsova B, Hajek M,Masopust J, MichalovaK (1994) Alternatinghemiplegia in childhood: across-sectional study.Brain Develop 16: 189-9442. Nezu A, Kimura S,Ohtsuki N, Tanaka M, TadaH (1997) Alternatinghemiplegia of childhood:report of a case having along history. Brain Develop19: 217-2143. Pfund Z, Chugani DC,Muzik O, Juhasz C, BehenME, Lee J, Chakraborty P,Mangner T, Chugani HT(2002) Alpha-11C-methyl-L-tryptophanpositronemission tomography inpatients with alternatinghemiplegia of childhood. JChild Neurol 17:253-6044. Rho JM, Chugani HT(1998) Alternating hemiplegiaof childhood: Insightsinto its pathophysiology.J Child Neurol 13: 39-4545. Rinalduzzi S,Valeriani M, VigevanoF (2006)Brainstem dysfunction inalternating hemiplegiaof childhood: aneurophysiological study. Cephalalgia26: 511–946. Saito Y, Sakuragawa N,Sasaki M, Sugai K, HashimotoT (1998) A case ofalternating hemiplegiaof childhood withcerebellar atrophy. PediatrNeurol 19: 65-847. Sakuragawa N (1992)Alternating hemiplegia inchildhood: 23 cases in Japan.Brain Dev 14: 283-848. Santanelli P, GuerriniR, Dravet C, Genton P, BureauM, Farnarier G (1990)Brainstem auditoryevoked potentials inalternating hemiplegia:Ictal vs interictalassessment in one case. ClinElectroenceph 21: 51-449. Sasaki M, SakuragawaN, Osawa M (2001) Longtermeffect of fl unarizine onpatients with alternatinghemiplegia of childhood inJapan.BrainDev 23: 303-550. Siemes H (19959 Rectalchloral hydrate for treatmentof alternating hemiplegiaof childhood.In: Andermann F, AicardiJ, Vigevano F(Hrsg.).Alternating hemiplegia ofchildhood. New York:Raven Press, 203-451. Siemes H, Cordes M(1993) Single-photon emissioncomputed tomographyinvestigations ofalternating hemiplegia ofchildhood. Dev MedChild Neurol 35: 346-5052. Siemes H (1990) Rectalchloral hydrate for alternatinghemiplegia of childhood.Dev Med ChildNeurol 32: 93153. Silver K, Andermann F(1993) Alternating hemiplegiaof childhood; a study of10 patients andresults of fl unarizinetreatment. Neurology 43:36-4154. Sone K, Oguni H,Katsumori H, Funatsuka M,Tanaka T, Osawa M (2000)Successful trial ofamantadine hydrochloridefor two patients withalternating hemiplegia ofchildhood. Neuropediatrics31: 307-955. Swoboda KJ, KanavakisE, Xaidara A, Johnson JE,Leppert MF, Schlesinger-Massart MB, Ptacek LJ,Silver K, Youroukos S(2004) Alternating hemiplegiaof childhood or familialhemiplegic migraine?:A novel ATP1A2 Mutation.Ann Neurol55: 884-756. Veneselli E, BiancheriR (1997) Alternating hemiplegiaof childhood: treatment ofattacks withchloral hydrate andniaprazine. Eur J Pediatr 156:157-857. Verret S, Steele JC(1971) Alternating hemiplegiain childhood: A report ofeight patients withcomplicated migrainebeginning in infancy. Pediatrics47: 675-8058. Wong V, Ho GCL, YeungHWD, Ma KM (1993)Alternating hemiplegiasyndrome: electroencephalogram,brain mapping, and brainperfusionSPECT scan study in achinese girl. J Child Neurol8: 221-659. Zupanc ML, Perlman SB,Rust RS (1995) Singlephoton emission computedtomography studiesin alternating hemiplegiaof childhood. In: AndermannF, Aicardi J, Vigevano F (Hrsg.).AlternatingHemiplegia of Childhood. New York: RavenPress, 99-10760. Zupanc ML, Dobkin JA,Perlman SB (1991) 123IiodamphetamineSPECT brain imaging in alternatinghemiplegia. Pediatr Neurol 7:35-8
Dr. med. Friedrich Ebinger Abteilung V mit SchwerpunktKinderneurologie und Sozialpädiatrisches Zentrum EpilepsiezentrumKlinik für Kinder- und JugendmedizinRuprecht-Karls-Universität Heidelberg Im Neuenheimer Feld 153 D-69120 Heidelberg friedrich_ebinger [at] med.uni-heidelberg.de